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Hirschlausfliege – Schmarotzer auf dem Vorschmarsch

Als würden uns nicht schon genug Stechinsekten plagen! In bestimmten Gebieten Deutschlands ist ein weiterer Schmarotzer auf dem Vormarsch: die Hirschlausfliege. Nach dem Stich wirft sie ihre Flügel ab und verbleibt auf dem Wirt. Reiter berichten dann von regelrechten Panikattacken Ihres Pferdes. Kein Wunder, wenn die Fliege im Fell hin und her flitzt.

Auf den ersten Blick ähnelt die Hirschlausfliege einer Stubenfliege und ist etwa 5 mm groß. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man einen Stechrüssel. Ihr Hauptlebensraum ist der Wald. Dort ernährt sie sich in erster Linie vom Blut der Waldbewohner, dazu zählen Hirsche, Rehe oder Wildschweine. Daher kann ein Ausritt im Wald schnell zum Verhängnis werden. Aber auch in Waldnähe ist mit einem erhöhten Aufkommen der Hirschlausfliege zu rechnen. Dabei sind nicht nur Pferde, sondern auch Hunde und Menschen nicht vor ihr gefeit.

Die Hauptsaison beginnt im Spätsommer und endet im Herbst. In diesem Jahr waren die Insekten aber schon früher anzutreffen, was mit der Witterung zusammenhängen kann.

 

Überträger von Krankheiten?

Diese Frage lässt sich noch nicht beantworten. Fest steht, dass die Hirschlausfliege Träger eines bestimmten Bakteriums ist – dem Bartonella schoenbuchensis. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Frankfurt/Main konnten es bei circa 90 % der Hirschlausfliegen nachweisen. Unklar ist, ob sie das Bakterium auch auf Pferd oder Mensch übertragen.

Skizze einer Hirschlausfliege; die Flügel sind bereits abgeworfen (© SaluVet GmbH)

Was kann ich tun?

Nach einem Biss zeigen Pferde häufig große Unruhe. Sie schubbern und beißen sich. Dann gilt es, die Hirschlausfliege(n) zu fangen, und – so unangenehm es klingt – den Kopf abzukneifen. Das erfordert Geduld, denn sie bewegt sich unheimlich schnell. Bewährt hat sich dieser Tipp: Man nimmt einen Streifen Panzerband und wickelt ihn mit der Klebeseite nach außen um die Hand. Nun kann man nach der Fliege „schlagen“, wenn sie im Fell auftaucht. Sie bleibt dann haften und kann entfernt werden.

Wenn gar nichts mehr hilft oder Ihr Pferd panisch reagiert, können Sie es notfalls mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen. Bitte beachten Sie dabei, das Pferd langsam an das (kalte) Wasser zu gewöhnen, um Herz-Kreislauf zu schonen (genaueres erfahren Sie hier).

Manche Pferde reagieren zudem empfindlich auf die Stiche der Hirschlausfliege und entwickeln Beulen oder Pusteln. Dann hilft es die Stellen zu kühlen. Sollte sich der Bereich entzünden, empfiehlt es sich die Hautpartie mit Wundpflegepräparaten zu behandeln. Hierfür bieten sich Salben mit Bienenprodukten, z B. Honig und Propolis an. Sie sind für ihre antibakteriellen und wundheilungsfördernden Eigenschaften bekannt.


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Wie bei allen Insekten gilt: Schutz ist die beste Maßnahme. Abwehrmittel gegen Insekten und Fliegendecke schützen vor vermehrten Angriffen. Manchmal konzentrieren sich die Schwärme der Hirschlausfliege auf bestimmte Stellen im Wald oder der Umgebung und können gemieden werden.

Unangenehme Begegnungen mit der Hirschlausfliege musste auch Lisa Lindhorst machen. Nach Ausritten war ihre Stute immer von den kleinen Insekten übersät. Erfahren Sie, was Frau Lindhorst gegen die Hirschlausfliege unternimmt (zum Erfahrungsbericht).

Bevorzugter Lebensraum der Hirschlausfliege: Wald und Waldrand

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Artikel von Helena Hollenhorst
M. Sc. Tierwissenschaften
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