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Arthrose – alternative Linderungsmöglichkeiten

Arthrose beim Pferd ist eine fortschreitende und irreparable Veränderung der Knorpelstrukturen. Bewegung wird für das Pferd schmerzhaft und die Lebenfreude kann bei einer fortschreitenden Arthrose deutlich eingeschränkt sein. Unterstützend oder anschließend zur Therapie durch einen Tierarzt gibt es weitere Möglichkeiten, dem arthrotischen Pferd Linderung zu verschaffen:

Überprüfung der Haltungsbedingungen

Pferde mit Arthrose sollten nicht 22 Stunden am Tag in der Box stehen. Sie sollten die Möglichkeit erhalten sich auf sicherem Untergrund selbstständig so bewegen zu können, wie es ihrem Gesundheitszustand guttut. Zu viel Bewegung versursacht Schmerzen, keine Bewegung verschlimmert das Krankheitsbild aber. Die Bildung der „Gelenkschmiere“, die den Knorpel ernährt, wird durch Bewegung erst ermöglicht und angeregt. Deshalb sollte leichte Bewegung im Schritt auf möglichst ebenem Boden häufig ermöglicht werden. Mangelnde Bewegung führt zum Rückgang der Gelenkschmiere und dadurch zu einer Unterversorgung des Gelenkknorpels. Dieser baut sich in der Folge immer weiter ab, wird dünn und brüchig und erhält dadurch den Teufelskreis Arthrose.

Ruhezeiten sind als Ausgleich zur Bewegung allerdings auch wichtig. Z. B. nachts sollte das Pferd seine Ruhe haben, also nicht von ranghöheren Tieren verscheucht werden und die Möglichkeit haben sich ohne Stress hinlegen zu können.

Eine dicke Strohschicht erleichtert das Abliegen, ein griffiger Untergrund das Aufstehen.

Pferde mit Arthrose legen sich nachts weniger gerne hin.

Einfluss der Mineralstoffversorgung auf die Gelenke von Pferden

Der Gelenkknorpel wird von der Gelenkflüssigkeit ernährt. Damit sich Knorpelmasse aufbauen kann, benötigt der Knorpel steten Kontakt zur Gelenkflüssigkeit, die bei Bewegung des Pferdes verstärkt gebildet und mechanisch in den Knorpel „gepumpt“ wird. Um eine physiologische Gelenkflüssigkeit bilden zu können, muss ein Pferd ausgewogen mit Mineralstoffen versorgt werden. So sind z. B. Mangan und Kupfer für dessen Bildung sehr wichtig. Ein weiterer wichtiger Baustein sind Schwefelverbindungen. Eine nicht ausgewogene Mineralstoff- und Spurenelementversorgung kann zur Bildung einer suboptimalen Gelenkflüssigkeit führen. Dies führt auf Dauer dazu, dass die Regeneration des Knorpels erschwert erfolgt.
Die entzündungshemmenden Eigenschaften des Vitamin E können bei einer akuten Arthrose zusätzlich hilfreich sein.

Einsatz von Heilpflanzen und anderen Naturprodukten für Pferde mit Arthrose

Es gibt viele Heilpflanzen, die bei degenerativen Gelenksveränderungen erfolgreich eingesetzt werden können. Die meisten eignen sich aufgrund ihrer guten Verträglichkeit hervorragend für eine dauerhafte Gabe, da selbst bei längerer Gabe so gut wie keine Nebenwirkung aufweisen und selbst bei längerer Gabe Leber und Nieren nicht zusätzlich belasten.

Bekannt für ihre entzündungs- und schmerzhemmende Wirkung ist die Weidenrinde. Zusätzlich hat sie knorpelschützende Eigenschaften. Zubereitungen aus Weidenrinde werden schon seit Jahrtausenden bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Die gut verträglichen Weidenrindenextrakte wirken fiebersenkend, entzündungshemmend, schmerzlindernd und antioxidativ ohne die bekannten Nebenwirkungen des isolierten Wirkstoffs Acetylsalicylsäure (ASS) auszulösen.

Der Ginkgo ist eine der ältesten Baumarten und wird deshalb gerne als lebendes Fossil bezeichnet.

Dessen charakteristisch geformte Blätter brachten ihm ebenfalls die Namen Elefantenohrbaum und Entenfußbaum ein.

Ginkgo-Blätter werden schon seit langer Zeit für medizinische Zwecke eingesetzt, besonders spannend ist seine Wirkung Durchblutung des Gehirns und damit auf die Hirnleistung, bspw. Demenz bei älteren Menschen.

Aufgrund seiner typischen Blattform wird Ginkgo auch gerne Elefantenohrbaum oder Entenfußbaum genannt.

Im Bereich der Arthrose ist außerdem seine stark antioxidative Eigenschaft sehr wertvoll, da toxische Sauerstoffradikale inaktiviert werden, die bei entzündlichen Prozessen entstehen. Weiterhin verbessert er die Fließeigenschaften des Blutes vor allem in den kleinen Gefäßen der Beine. Durch einen verbesserten Blutaustausch kommen mehr Nährstoffe an die Gelenkkapsel und unterstützen so eine Regeneration.

Erste schriftliche Überlieferungen zum Einsatz von Hanf gab es bereits 2700 v. Chr. in einem chinesischen Arzneibuch. Dort wurde das Cannabis-Harz in Zusammenhang mit Gicht und Rheuma erwähnt.

Hanf wirkt schmerzlindend und entzündungshemmend und bietet sich zur Unterstützung bei Arthrose an.

Heutzutage gibt es Hanf, der sogenannte Nutz-Hanf, welcher für die Ernährung von Mensch und Tier verwendet wird.

Dieser enthält kein THC (psychoaktive Substanz im Cannabis) und hat somit keine berauschenden Effekte.

Dennoch ist eine sehr wertvolle Pflanze mit über 80 verschiedenen Cannabinoiden, Phenolen, ätherischen Ölen, Harzen, Flavonoiden uvm. Die Cannabinoide im Hanf sind stark entzündungshemmend und schmerzlindernd.

 

Auch weitere Naturstoffe leisten in der Unterstützung von Pferden mit Arthrose wertvolle Dienste. Zur positiven Wirkung der Eierschalenmembranen, also der feinen Membran zwischen der Eischale und dem Eiweiß, gibt es zahlreiche Untersuchungen.

Bestehend aus Hyaluronsäure, Kollagen, Chondroitin Sulfat, Glucosamin, Osteopontin, Elastin und Aminosäuren schützt sie das Ei vor Belastungen aller Art, z.B. Mikroorganismen und mechanischen Einflüssen. Durch Studien wurde belegt, dass die Eierschalenmembran, wenn sie extrahiert und verfüttert wurde, zum Erhalt und Wiederaufbau von Knorpel und Knochen beiträgt. Bei Arthrose kann sie daher vorbeugend und regenerativ eingesetzt werden, da sie den Knorpelaufbau positiv unterstützt.

Eierschalenmembran liefert eine Vielzahl an Gelenksnährstoffen

Sie wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd auf arthrotische Gelenke und ermöglicht dadurch bei deren Regeneration.
Mehr Informationen zum Thema Eierschalenmembran finden Sie in unserem Blogbericht.

Die Gelenkflüssigkeit ist reich an Schwefelverbindungen, deshalb benötigt der Organismus diese zur Bildung der Synovialflüssigkeit. Eine Unterstützung mit MSM, also Methylsulfonylmethan, kann in diesem Fall angebracht sein. MSM kommt als organische Schwefelverbindung in vielen Pflanzen vor. Es ist Bestandteil von Chondroitinsulfat, wird also zusätzlich zur Bildung der Knorpelmasse benötigt. MSM (Methylsulfonylmethan) kann als Baustein unterstützend eingesetzt werden.


Dr. Schaette's Come Back

Schmackhaftes Ergänzungsfuttermittel für Pferde zur Unterstützung des Bewegungsapparates (v. a. der Gelenk- und Knorpelfunktion) mit Weidenrinde, Ginkgo, MSM und Eierschalenmembran.


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Artikel von Helena Hollenhorst
M. Sc. Tierwissenschaften
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