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Erste Vorbereitungen auf den Winter – der Fellwechsel beginnt!

Dem natürlichen Jahresrhythmus folgend, bereiten sich unsere Pferde nun langsam auf den Winter vor. Um nicht zu frieren, benötigen sie Winterfell. Die Haare des Winterfells haben andere Eigenschaften, als die des Sommerfells. So sind die Deckhaare im Winter länger und es wird sehr viel mehr Unterwolle gebildet, die unsere Pferde effektiv vor der Kälte schützt.

Die Haut – ein nicht zu unterschätzendes Organ

Die Haut ist das größte Organ des Pferdes. Sie verfügt über zahlreiche überlebenswichtige Funktionen für unsere Pferde. So schützt sie den Körper vor äußeren Einflüssen und reguliert die Wärmezufuhr. Weiterhin werden durch sie Reize weitergeleitet und sie bildet das wichtige Vitamin D, welches für stabile Knochen benötigt wird.
Durch einen definierten pH-Wert der Haut bietet sie „erwünschten“ Bakterien einen Lebensraum. Dadurch haben „unerwünschte“ Bakterien oder Pilze keinen Platz, um sich auszubreiten. Die Haut ist also ein sehr komplexes und hochfunktionelles Organ, deren Gesundheit direkt mit dem Allgemeinzustand des Pferdes in Zusammenhang steht.

Hochleistungsphase Fellwechsel

Im Gegensatz zur Fellwechselzeit Winter auf Sommer werfen unsere Pferde nun bei der Umstellung von Sommer- auf Winterfell nicht alle Haare ab. Sie bilden ein deutlich dichteres Unterfell und entwickeln lange Deckhaare. Für die Bildung dieser Haare benötigen Pferde in der Phase des Fellwachstums vermehrt bestimmte Mineralien, Vitamine und Spurenelemente. Liegen diese in ausreichender Menge vor, geht der Fellwechsel häufig unbemerkt vonstatten und wir merken von dieser wirklich erstaunlichen Leistung nicht viel.

Bei älteren, chronisch erkrankten oder empfindlichen Pferden hingegen, kann der Fellwechsel durchaus als sehr anstrengend wahrgenommen werden.

Die Tiere wirken schlapp und müde, das Immunsystem ist geschwächt und der Stoffwechsel mit den vielen Aufgaben überfordert.

Der Fellwechsel stellt für ältere oder chronisch erkrankte Pferde häufig eine Herausforderung dar.

Erhalten diese Pferde die benötigten Zusatzstoffe nicht, kann sich dies in einem stumpfen Fell, einer anfälligen Haut und einer erhöhten Neigung zu einem Befall mit Ektoparasiten zeigen. Wenn möglich sollte in diesem Zeitraum auf eine Impfung oder Wurmkur verzichtet werden, um den Organismus nicht noch zusätzlich zu belasten.

Natürliche Unterstützung für gesunde Haut und ein glänzendes Fell

Da der Beginn der Umstellung im Körper unbemerkt vor dem Haarausfall beginnt, empfiehlt es sich mit einer Zufütterung benötigter Fellwechsel-Bausteine bereits ab Mitte August zu starten. Diese Zusätze sollten dem Pferd bis zum Abschluss des Fellwechsels zur Verfügung stehen, mindestens aber für die Dauer von 6 Wochen.
Für die Bildung einer stabilen Haut und eines gesunden Fells benötigen Pferde vermehrt das Spurenelement Zink. Zink ist bekannt für seine bindegewebsfestigenden und immununterstützenden Eigenschaften und kann in organischer Form vom Pferd besonders effektiv resorbiert werden.
Vitamin E und Selen sind weitere wichtige Bausteine für eine gesunde Haut, denn sie stabilisieren die Zellmembranen und unterstützen die Hautdurchblutung.

Kieselgur wird aus den Schalen fossiler Algen gewonnen und ist sehr siliziumhaltig. Die Haut wird dadurch widerstandsfähiger und das Bindegewebe gefestigt. Durch seine poröse Oberflächenstruktur wird Kieselgur gerne zur Entgiftung eingesetzt, da Toxine gebunden und ausgeschieden werden.

Über den Fellwechsel empfiehlt es sich zusätzlich kaltgepresstes Leinöl oder ein anderes Öl mit einem hohen Anteil an ungesättigter Fettsäuren über das Futter zu geben.

Heilpflanzen für Haut und Fell

Aus dem Bereich der Phytotherapie ist an dieser Stelle der Schachtelhalm zu nennen.

Diese eher unauffällige Pflanze weist einen hohen Anteil an organisch gebundenem Silizium auf.

In dieser Form ist es für den Körper sehr gut verwertbar. Silizium stärkt das Bindegewebe und macht die Haut widerstandsfähiger.

Schachtelhalme sind "lebende Fossilien" aus Urzeiten, als ganze Schachtelhalmwälder mit bis zu 30 m hohen Bäumen die Wälder bedeckten.
Aronia gilt modern als "Super-Food". In der Pflanzenheilkunde greift man allerdings schon seit langer Zeit auf ihre positive Eigenschaften zurück.

Aronia ist eine blaue Beere und ähnelt optisch einer Heidelbeere.

Sie enthält viele Vitamine, die für den Fellwechsel von Vorteil sind und bietet weiterhin sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe mit antioxidativen Eigenschaften, die die Hauterneuerung unterstützen.

Weitere Heilpflanzen, die in der Phase des Fellwechsels auch zur Unterstützung der ausleitenden und entgiftenden Organe sinnvoll sein können, sind: Brennnessel, Bockshornkleesamen, Mariendistelsamen, Artischocke, Spitzwegerich.
Mehr zum Einsatz von Kräutern bei Pferden finden Sie in unserem Heilpflanzen-Lexikon.


Dr. Schaette's Healthy Skin

Ergänzungsfuttermittel für Pferde mit Schachtelhalm und Aronia zur Unterstützung des Hautstoffwechsels.


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Artikel von Karen Klein
M. Sc. Agrarwissenschaften
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